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Das neue Suppenmobil der Suppentanten

Schaffrath-Stiftung spendet 6.300 Euro für einen neuen Transporter

MÖNCHENGLADBACH Es begann als Idee einer Mönchengladbacherin mit großem Suppentopf und noch größerem Herz. Heute ist es ein großer gemeinnütziger Verein mit beeindruckender Wirkung: Die Suppentanten e.V. versorgen jeden Samstag rund 200 Obdachlose und Bedürftige mit warmer Suppe, Getränken und dem Nötigsten zum Leben auf der Straße. Hinter dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof öffnen die Gruppenmitglieder der Facebook-Gruppe Suppentanten Samstag für Samstag mittags ihre Ausgabestation mit allem, was schnell hilft: warme Suppe, Brötchen, Würstchen, Süßwaren, Kaffee und Tee, Softdrinks, aber auch Schlafsäcke und Isomatten. Und vor allem: ein Lächeln, vorurteilslose Freundlichkeit und ein offenes Ohr. „Es gibt viele Gründe, warum Menschen auf der Straße landen. Es sind Menschen wie du und ich, die Wertschätzung und Aufmerksamkeit brauchen und verdienen“, sagt Iris van Montfort-Eickhoff, die 1. Vorsitzende des Suppentanten e.V.

Ginge es in unserem Land nicht so ordentlich und bürokratisch zu, wären die Suppentanten wohl nicht so groß geworden, wie sie es heute sind. Denn als die gelernte Friseurin Iris van Montfort-Eickhoff vor fünf Jahren in der kalten Jahreszeit Obdachlosen mit einer warmen Suppe helfen wollte, stieß sie zwar in ihrem privaten Umfeld auf Unterstützung, ansonsten aber auf einen Berg Probleme. Iris van Montfort-Eickhoff lernte, dass es mehr braucht als eine gute Idee, einen großen Topf, Lebensmittel und Rezepten. Gefragt sind Genehmigungen. Und die brauchen ihre Zeit. Doch von Hürden wollte sie sich nicht aufhalten lassen. Sie nahm sie als Ansporn.

10 Liter Suppe waren es bei den ersten Malen. Die waren schnell ausgegeben. Heute fahren die Suppentanten jede Woche 60 Liter Suppe auf. Die wird noch immer in der heimischen Küche selbst gekocht. Die Zutaten sind Spenden, von Supermärkten, aber auch von Bäckereien und Metzgereien. Egal ob Lebensmittel oder Geld gespendet wird: Die Hilfe kommt unmittelbar an. Denn die Arbeit leisten die Gruppenmitglieder komplett ehrenamtlich.

Nun müssen die Suppentanten die Dinge, die sie für die Ausgabe brauchen, nicht mehr in einem früheren Müllraum eines Supermarktes unterbringen. Sie haben dank der Spende der Schaffrath Stiftung für Soziales einen eigenen Transporter. „Das erleichtert unsere Arbeit erheblich und gibt uns ganz neue Möglichkeiten“, sagt van Montfort-Eickhoff. Renate Schaffrath, Vorsitzende der Schaffrath Stiftung, schaute sich vor der Spendenzusage die Arbeit der Suppentanten an einem der Ausgabetage an und war berührt von dem Engagement, der Tatkraft und der Herzlichkeit. „Das ist ein tolles Projekt, das den Obdachlosen wirklich sofort hilft. Mönchengladbach kann stolz auf seine Suppentanten sein. Unsere Stiftung unterstützt diese wertvolle Arbeit sehr gerne“, so Renate Schaffrath.

Und der Verein weitet seine Arbeit systematisch aus. Seit neuestem gibt es mittwochs zusätzlich ein Frühstück für die Obdachlosen. „Mit dem Transporter sind wir nun mobil. Das hilft uns, weitere Projekte anzugehen“, sagt Iris van Montfort-Eickhoff. Ansporn für weitere Aktivitäten ist für sie auch die Welle der Hilfsbereitschaft der Mönchengladbacher. „Egal ob Stadt, mags, Unternehmen, private Spender oder unsere fast 300 Gruppenmitglieder – viele helfen inzwischen mit und machen unsere Arbeit überhaupt erst möglich.“