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Finanzielle Hilfe im Notfall für Menschen mit HIV und Aids

Schaffrath Stiftung spendet 5.000 Euro.

DÜSSELDORF Wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, greift der Hilfsfonds der Aidshilfe Düsseldorf. Mit ihm ist es möglich, Frauen, Männer sowie Kinder mit HIV oder Aids schnell und unbürokratisch in kleinen finanziellen Notlagen zu unterstützen. Das können etwa Telefonkosten sein, die bei einem Krankenhausaufenthalt anfallen, die Zuzahlung für eine kaputte Brille oder für Rezeptgebühren.

Bevor das Geld jedoch ausgezahlt wird, überprüft ein Sozialarbeiter der Aidshilfe, ob Bedarf besteht und ob nicht andere finanzielle Hilfen in Anspruch genommen werden können. Ist Letzteres nicht der Fall und Unterstützung nötig, erhalten Betroffene einmal jährlich durchschnittlich 50 Euro. Familien mit einem HIV-positiven Mitglied 80 Euro. „Das mag auf den ersten Blick wenig erscheinen“, sagt Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aidshilfe Düsseldorf. „Doch mit dieser kleinen finanziellen Soforthilfe in Notlagen können wir verhindern, dass betroffene Menschen das Geld nicht an anderer, wesentlich wichtiger Stelle einsparen.“

So vor allem für die einmal jährlich anfallenden Zuzahlungen für Medikamente. „Oft sind Menschen, die an Aids erkrankt sind, ohne Arbeit oder nicht mehr arbeitsfähig und leben von staatlicher Unterstützung. Ihr Leben geht teilweise mit großen Entbehrungen einher“, sagt Yvonne Hochtritt, die bei der Aidshilfe Düsseldorf für Ehrenamt, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Nicht selten wird die notwendige medikamentengestützte Dauertherapie unterbrochen, da am Jahresanfang kein Geld für die Medikamenten-Zuzahlung vorhanden ist.

Der Hilfsfonds: Zu 100 Prozent aus Spenden finanziert

Jährlich werden etwa 10.000 Euro an rund 190 Betroffene vergeben. „Darum freuen wir uns über die Spende von 5.000 Euro von der Schaffrath Stiftung, die den Hilfsfonds bereits zum zweiten Mal und unsere Aidshilfe zum fünften Mal unterstützt“, betont Peter von der Forst.

Überreicht wird ihm der Spendenscheck von Frederic Schaffrath und Heinz-Richard Heinemann, Kuratoriumsmitglieder der Schaffrath Stiftung. „Der Hilfsfonds unterstützt materiell schlecht gestellte, chronisch kranke Menschen. Und das Ziel der Schaffrath Stiftung ist es, ein Zeichen gegen die Benachteiligung der sozial Schwachen in der Gesellschaft zu setzen. HIV und Aids sind zwar keine Schreckgespenster mehr wie in den 1990er Jahren. Aber die Normalisierung der Krankheit, die wir heute haben, darf nicht dazu führen, dass wir wegsehen und Betroffenen nicht mehr helfen“, betont Heinemann. Und Frederic Schaffrath bedankt sich ausdrücklich bei Peter von der Forst für sein langjähriges Engagement für die Aidshilfe: „Die Spende ist das eine. Die Wertschätzung für die Menschen, die hier arbeiten und Hilfe suchen, ist das andere und mir genauso wichtig.“

Die Aidshilfe Düsseldorf ist 1985 aus einer Selbsthilfeinitiative entstanden. 650 Klienten in Düsseldorf und Umgebung nutzen aktuell das umfangreiche Beratungs- und Begleitungsangebot der Einrichtung. Neben Aufklärung und Information wirbt die Aidshilfe für Akzeptanz und Toleranz für die von HIV und Aids betroffenen Menschen.

Bildunterschrift:
Frederic Schaffrath (l.) und Heinz-Richard Heinemann (r.) von der Schaffrath Stiftung überreichen Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aidshilfe Düsseldorf, den Spendenscheck über 5.000 Euro. Das Geld kommt dem Hilfsfonds zugute.

Foto:
Silvana Brangenberg, Schaffrath Stiftung, Abdruck honorarfrei