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MS-Patienten stärken Muskulatur beim therapeutischen Reiten

Die Spende der Schaffrath Stiftung über 3.000 Euro trägt dazu bei, dass die Mitglieder der  Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Ortsvereinigung Mönchengladbach und Umgebung e.V. die Hippotherapie fortsetzen können.

In der Reitschule Klinken drehen Mitglieder des Ortsvereins Mönchengladbach der „Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft“ (DMSG) jeden Mittwoch zwei Stunden ihre Runden. Die Pferde werden im Schritt von Trainern geführt. Die Multiple Sklerose (MS)-Patienten reiten ohne Sattel. Ziel der sogenannten Hippotherapie ist es, Körperhaltung und Gleichgewichtsgefühl zu verbessern und die strapazierte Rückenmuskulatur zu stärken.

„Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist bis heute nicht heilbar und mit fortschreitenden Funktionsstörungen verbunden“, erläutert Vereinsvorsitzender Dr. Helmut Wolters. Wichtig für die MS-Betroffenen sind daher regelmäßige Gymnastik und Bewegungstherapien. „Unser Ortsverein Mönchengladbach unterstützt seine Mitglieder und deren Angehörige dabei auf vielfältige Art, damit sie ein möglichst normales Leben führen können“, so Wolter.

Eine moderne Form des Bewegungstrainings ist die Hippotherapie. „Diese tiergestützte Bewegungsform ist bei unseren MS-Patienten sehr beliebt, aber teuer“, sagt Hildegard Zahn. Die Geschäftsführerin: „Die wöchentlichen Therapiestunden kosten uns im Jahr rund 8000 Euro. Da wir all unsere Aktivitäten ausschließlich durch Spenden finanzieren, sind wir auch bei diesem Projekt auf Unterstützung angewiesen. Wir danken der Schaffrath Stiftung für Soziales herzlich für die großzügige Spende“, so Zahn anlässlich der offiziellen Übergabe durch Stiftungsvorstand Renate Schaffrath und die Kuratoriumsmitglieder Monika Bartsch, Antonius Bergmann und Heinz-Richard Heinemann.

Die Idee, die Schaffrath Stiftung anzusprechen, hatte Julia Vits. Sie ist wie alle DMSG-Mitglieder ehrenamtlich tätig. Vater Norbert Vits ist stellvertretender Vereinsvorsitzender. Mutter Annette Vits ist Mitglied im Beirat und selbst MS-Betroffene. Sie beschreibt, wie wichtig die Hilfe durch den Verein ist: „Das Leben mit der Krankheit ist für die Patienten schwierig, speziell wenn sie in Schüben fortschreitet und den Alltag erschwert. Dann spielen Trost, Beratung, Gruppengespräche und Information eine wichtige Rolle.“ Nicht zuletzt sollen bei aller Therapie auch Lebensmut und Freude gefördert werden. „Dazu hat unter anderem unsere Ferienfahrt mit 25 Teilnehmern nach Borkum beigetragen“, berichtet Annette Vits. Aber selbst dort haben die MS-Erkrankten die von der Krankenkasse finanzierte Bewegungstherapie fortgesetzt.