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Schaffrath Stiftung eröffnet den Spendenreigen für neues Jugendhospiz

Schaffrath Stiftung eröffnet den Spendenreigen für neues Jugendhospiz

Das Kinderhospiz Regenbogenland wird um ein Jugendhospiz erweitert. Die Finanzierung des Neubau-Projektes soll aus Stiftungen und Spenden erfolgen. Die Schaffrath Stiftung für Soziales spendet 10000 Euro und eröffnet somit den diesjährigen Spendenreigen für das Jugendhospiz.

Seit 2004 betreut das Kinderhospiz Regenbogenland an der Torfbruchstraße junge Menschen mit unheilbarer Erkrankung und deren Angehörige auf ihrem schweren Weg. Dabei hat sich herausgestellt, dass es je nach Verfassung und Alter der Erkrankten einen sehr unterschiedlichen Bedarf an therapeutischen wie räumlichen Voraussetzungen gibt. Deshalb hat sich der Förderverein des Kinderhospizes entschlossen, das Kinderhospiz um ein neues Gebäude für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und etwa 30 Jahren zu ergänzen.

Der finanzielle Aufwand dafür ist immens. „Wir sprechen jetzt vorzugsweise Stiftungen an, um die Mittel aufzutreiben. Der laufende Spendeneingang für das Kinderhospiz darf dabei natürlich nicht gefährdet werden. Ich freue mich, dass mit der Schaffrath Stiftung ein guter Bekannter den diesjährigen Spendenreigen eröffnet“, sagte Vereinsvorsitzender Norbert Hüsson anlässlich der Scheckübergabe durch Stiftungsvorstand Renate Schaffrath und Kuratoriumsmitglied Professor Klaus Germann. Renate Schaffrath: „Wir haben das Kinderhospiz schon einmal vor zwei Jahren mit 10000 Euro unterstützt und schätzen die wertvolle Arbeit, die hier geleistet wird. Gerne bestreiten wir jetzt auch den Auftakt zu diesem richtungsweisenden Projekt.“

 

Das Jugendhospiz soll 2017 bezugsfertig sein

Laut Hüsson sind die Planungen für den Anbau bereits in vollem Gang und sollen bis Mitte 2014 abgeschlossen sein. Die neuen Räume könnten ab 2017 bezogen werden, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört unter anderem die Klärung der zum Teil noch offen stehenden Grundstücksfragen. Das neue Gebäude soll Raum für vier bis fünf Jugendliche schaffen einschließlich der Versorgungs- und Pflegeräume. Außerdem sind Gemeinschaftsräume und Apartments für Familienangehörige vorgesehen. Ein im Kinderhospiz vorhandener Abschiedsraum soll auch vom Jugendbereich genutzt werden. Als weiterer Synergie-Effekt ist eine gemeinsame Verwaltung des Kinder- und Jugendhospizes Regenbogenland unter diesem Namen vorgesehen.

 

Der Aufwand für Pflege und Betreuung ist groß

Das Kinderhospiz hält sieben Plätze vor. Dort arbeiten derzeit 36 hauptamtlich Beschäftigte, die von rund 50 ehrenamtlichen Kräften unterstützt werden. Für die Betreuung der Jugendlichen sind im Pflegebereich sechs weitere Vollzeitkräfte vorgesehen. Die Finanzierung der Unterhaltskosten erfolgt zu rund drei Viertel durch Spenden und zu einem Viertel durch die Krankenkassen. Einen wesentlichen Anteil beim Gewinnen von Spendern ist dem Engagement der fast 500 Mitglieder des Fördervereins zuzuschreiben.

Das Betreuungskonzept des Kinder- und Jugendhospizes unterscheidet sich bewusst von einem Haus für Erwachsene. Grundlage ist eine angenehme familiäre Atmosphäre, wobei die jungen Menschen sofern möglich auch Zeit zu Hause und mit Schulbesuchen verbringen. Besonderer Wert wird auf qualifiziertes Personal gelegt. Dazu gehören unter anderem Familientherapeuten und Kinderkrankenschwestern mit Palliativausbildung.